Jedes neue Album der finnischen Band KOSMOS ist dank ihrer bezaubernden ästhetischen Geschlossenheit ein ganz besonderes Ereignis: Keine Zugeständnisse an trendigen Modernismus, sondern ein Sound, der Psychedelic, Folk und Progressive mit melancholischen Untertönen (prägend für das Mellotron und Paivi Kilmanens sanften Gesang) verbindet, aber auch episch, esoterisch und reich an nordischem Pathos ist.
Ihr Gesang in ihrer Muttersprache unterstreicht die Originalität der Band und die Schönheit ihrer skandinavischen Psych-Folk-Atmosphäre.
„Käärmesormus“ (Schlangenring) ist ihr sechstes Album und wohl ihr düsterstes, sowohl musikalisch als auch textlich. Die Texte haben eine mystische, kosmische Note und werden von traditionellen Rockinstrumenten sowie Mellotron, Violine und Saxophon begleitet.
Neun Lieder, wobei die erste Hälfte leichter und eher pastoral ist (darunter eine wunderschöne finnische Version des traditionellen „Scareborough Fair“, das durch Simon & Garfunkel berühmt wurde und hier zu „Tuuli kay lavit sein“ oder „Der Wind weht durch mich“ wird), gefolgt von einer zweiten Hälfte mit düsteren elektrischen Riffs und einem epischen, uralten Crescendo.