Jonathan Tenerini, ein professioneller Schlagzeuger, Schlagzeuglehrer und Liebhaber von Progressive Rock, Jazzrock und Fusion – und noch vieles mehr –, ist ein Musiker und Profi, den ich bereits in meinem Interview auf diesen Seiten vorgestellt habe (hier geht es zum Interview). Wenn Leidenschaft, Verbundenheit und Professionalität zusammenkommen, entsteht ein Album wie „Noisy Shadows“: rein instrumental, vorwiegend Progressive Rock, aber offen für andere Einflüsse wie Jazzrock und Fusion. Elf mitreißende Stücke, exzellent gespielt und reich an Klangfarben und Nuancen.
„The Hole“ ist ein geradliniger und einfach aufgebauter Progressive-Rock-Song mit fesselnden Instrumentalpassagen. Vielleicht diente Camel als Inspirationsquelle, und der Titeltrack „Noisy Shadows“ könnte ein großartiger Soundtrack für einen Mystery-Abenteuerfilm sein. Komplexer klingt „Berbero“, das auch Einflüsse aus der Folklore des Nahen Ostens aufgreift. Ein weiterer exzellenter Track ist „End of the Line“, voller Ideen und Nuancen, und „Interludio“, kürzer, aber einhüllend und geheimnisvoll. Auf „Stains“ lässt Jonathan Tenerini seinem Schlagzeugspiel mehr Raum, und „Yokai“ könnte glatt als Soundtrack für einen Horrorfilm durchgehen. Die CD schließt mit „4P.I.E.“, einem weiteren fesselnden und mitreißenden Song. Ein wahrhaft fesselndes Album, reich an Klängen und Nuancen, das man immer wieder hören kann, um es vollends zu genießen.